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Enttäuschung auch beim Saisonfinale

Tom bleibt bei MotoGP-Premiere in Portimão punktelos

Tom Lüthi verabschiedet sich von einer schwierigen Saison 2020

Tom Lüthi bliebt zum Abschied vom LIQUI MOLY Intact GP-Team zum 4. Mal punktelos.

Mit dem Großen Preis von Portugal in Portimao endete heute eine einzigartige Saison. Es war eine intensive Saison, die nur dank strenger Regelungen in Corona-Zeiten stattfinden konnte. Ein großer DANK gilt daher den Organisationen DORNA sowie IRTA und FIM, die es unter extremen Anstrengungen möglich machten, dass ganze 15 Moto2-Rennen stattfinden konnten! Ein riesen Dankeschön gilt auch unseren Partnern, die trotz der Unsicherheiten weiter zu uns gestanden haben.

Für Tom Lüthi gab es an der Algarve mit Platz 16 leider kein Happy End seiner zweijährigen Reise mit dem LIQUI MOLY Intact GP-Team. Der Schweizer sorgte vergangenes Jahr für eine unvergessliche Saison 2019, die erfolgreichste bislang des Moto2-Rennstalls! Als WM-Dritter hatte der 34-Jährige natürlich hohe Erwartungen an 2020, doch nachdem er die Vorsaison als Schnellster beendete, begannen die ersten Schwierigkeiten, die sich wie ein roter Faden durch das Jahr zogen. Nichtsdestotrotz kämpfte sich Tom Lüthi immer wieder nach vorn und erzielte unter anderem in Österreich und in Frankreich den fünften Platz. Als WM-Elfter - seinem mit Abstand schlechtesten Ergebnis in der Moto2-WM - verlässt er nun die Allgäuer Mannschaft, die ihm viel Glück für seine Zukunft wünscht!

Doch auch, wenn die Saison 2020 eine der schwierigsten bislang für das LIQUI MOLY Intact GP-Team war, haben Marcel Schrötter und Tom Lüthi mit 14 x Top-10-Resultaten, darunter fünf Top-5-Erfolge und einem Podium dafür gesorgt, dass die Moto2-Mannschaft den fünften Weltmeisterschafts-Rang der Teamwertung belegte!

Für Tom beginnt mit dem Wechsel zum spanischen SAG-Moto2-Team bald schon ein neues Kapitel. 

 

Tom Lüthi

P16
Moto2 World Championship 2020 - P11 - 72 Punkte

„Leider mussten wir auch das letzte Rennen ohne Punkte beenden. Wir sind einfach zu weit weg und haben es bedauerlicherweise die ganze Saison nicht geschafft, unsere Probleme zu lösen. Ab dem Test in Jerez ging es gefühlt nur noch rückwärts. Jetzt ist die Saison vorüber und wir haben keine Chance mehr, daran zu arbeiten. Sowohl für das Team, als auch für mich geht es jetzt in eine andere Richtung. Es ist wirklich schade, dass wir unsere gemeinsame Zeit nicht versöhnlicher beenden konnten. Das enttäuscht mich schon sehr. Es ist nach wie vor frustrierend und schwer zu verstehen. Es war eine schlimme Saison, in der wir leider immer wieder viel zu weit weg waren. Ich möchte das gern analysieren, verstehen und daraus lernen, um es in Zukunft besser zu machen. Ich bin trotz allem noch motiviert und glaube daran, dass ich als Rennfahrer noch etwas drauf habe und das möchte ich in Zukunft wieder zeigen.”

 

Jürgen Lingg

Teammanager

„Es war wirklich ein schwieriges Jahr. Dennoch muss man der DORNA, IRTA und FIM einen großen Dank aussprechen, dass sie die Saison unter diesen Umständen überhaupt möglich gemacht haben. Es war sehr anstrengend für alle. Jeder Einzelne hat sich wirklich sehr bemüht, das Beste herauszuholen und hat sehr viel Disziplin und Toleranz im Team gezeigt. Wir haben alle bis zum letzten Rennen gekämpft. Leider lief es nicht so, wie wir uns das erhofft haben, aber solche Jahre gibt es eben auch. Es ist immer schwer, wenn man nicht gut in die Saison startet, auch wenn wir einen durchaus soliden Frühjahrstest absolviert haben. Mit dem ersten Rennen wurde es aber stetig komplizierter und das hat sich dann durch die ganze Saison gezogen. Das ist schade, aber wir kämpfen weiter. Es ist wichtig, dass wir das jetzt abhaken und uns auf die nächste Saison konzentrieren. Ich möchte mich bei allen bedanken, auch bei Tom, denn er hat uns 2019 eine großartige Saison geliefert - unsere beste überhaupt. Das dürfen wir an dieser Stelle auch einfach nicht vergessen. Es war absehbar, dass das Rennen heute nicht leicht werden würde. Schon die Trainings lieferten nicht die Resultate, die wir uns erhofft hatten. Wenn man dann von so weit hinten losfahren muss, wird es umso schwieriger. Einen kleinen Lichtblick hat uns heute Morgen Marcel geschenkt, als er im Warm-Up Schnellster war. Wenn er im Qualifying so eine Performance gezeigt hätte, wäre er natürlich von viel weiter vorn losgefahren und hätte sicher ein sehr gutes Ergebnis erreichen können. Daran muss er arbeiten. Die Qualifyings müssen besser werden, aber ich denke das er das schaffen kann. Tom wünsche ich alles erdenklich Gute für die Zukunft und das er nächstes Jahr wieder in die Erfolgsspur kommt. Das würde uns alle sehr für ihn freuen."


Grande Prémio de Portugal

Rennen:
1. Remy GARDNER / AUS / KALEX
2. Luca MARINI / ITA / KALEX
3. Sam LOWES / GBR / KALEX
12. Marcel SCHROTTER / GER / KALEX
16. Thomas LUTHI / SWI / KALEX

WUP:
1. Marcel SCHROTTER / GER / KALEX - 1'43.363
2. Jorge MARTIN / SPA / KALEX - 1'43.471 (+0.108)
3. Luca MARINI / ITA / KALEX - 1'43.493 (+0.130)
19. Thomas LUTHI / SWI / KALEX - 1'44.523 (+1.160)

Weltmeisterschaft-Wertung:
1. BASTIANINI Enea / ITA / 205
2. MARINI Luca / ITA / 196
3. LOWES Sam / GBR / 196
4. BEZZECCHI Marco / ITA / 184
5. MARTIN Jorge / SPA / 160
6. GARDNER Remy / AUS / 135
7. ROBERTS Joe / USA / 94
8. NAGASHIMA Tetsuta / JPN / 91
9. SCHROTTER Marcel / GER / 81
10. VIERGE Xavi / SPA / 79
11. LUTHI Thomas / SWI / 72
12. BALDASSARRI Lorenzo / ITA / 71
13. FERNANDEZ Augusto / SPA / 71
14. CANET Aron / SPA / 67
15. DI GIANNANTONIO Fabio / ITA / 65

Team-Klassifikation:
1. SKY RACING TEAM VR46 / 380
2. EG 0,0 MARC VDS / 267
3. RED BULL KTM AJO / 251
4. ITALTRANS RACING TEAM / 210
5. LIQUI MOLY INTACT GP / 153
6. ONEXOX TKKR SAG TEAM / 135
7. FLEXBOX HP 40 / 134
8. TENNOR AMERICAN RACING / 131
9. BETA TOOLS SPEED UP / 123
10. PETRONAS SPRINTA RACING / 123
11. PULL&BEAR ASPAR TEAM MOTO2 / 88
12. FEDERAL OIL GRESINI MOTO2 / 37
13. MV AGUSTA FORWARD RACING / 36
14. NTS RW RACING GP / 22
15. IDEMITSU HONDA TEAM ASIA / 10