News

Top10 nach schlechtem Startplatz

Schadensbegrenzung nach grossartiger Aufholjagd

Marcel Schrötter und Tom Lüthi zeigten beim Saison-Auftakt unter Flutlicht in Katar eine geniale Aufholjagd und nahmen mit den Plätzen sieben und zehn am Ende 15 Punkte für das LIQUI MOLY Intact GP-Team mit nach Hause.

Damit steht die Moto2-Mannschaft nach dem ersten Rennen der Saison 2020 in der Teamwertung auf dem vierten Platz.

Tom Lüthi hatte die Mammut-Aufgabe, nachdem er das ganze Wochenende zu kämpfen hatte, mit einem komplett geänderten Motorrad an den Start zu gehen. Er musste sich in kürzester Zeit und unter dem enormen Druck des Rennens, an seine neue Maschine gewöhnen und machte das mit Bravour. Von Position 18 in Reihe sechs schaffte er es, ganze acht Plätze auf dem Losail Circuit gutzumachen.

Zwar hatte sich Tom Lüthi natürlich vor seiner Reise nach Doha mehr ausgemalt als den zehnten Platz im Eröffnungs-GP, doch angesichts der schwierigen Tage beim Test und am Rennwochenende, war das Ergebnis ein beruhigender Abschluss. Der Schweizer hofft nun, dass es bald mit den Rennen weitergeht, und er spätestens auf dem Circuit of the Americas wieder neu angreifen kann.

Rennen:
1. Tetsuta NAGASHIMA / JPN / KALEX
2. Lorenzo BALDASSARRI / ITA / KALEX
3. Enea BASTIANINI / ITA / KALEX
7. Marcel SCHROTTER / GER / KALEX
10. Thomas LUTHI / SWI / KALEX

Weltmeisterschaft-Wertung:
1. NAGASHIMA Tetsuta / JPN / 25
2. BALDASSARRI Lorenzo / ITA / 20
3. BASTIANINI Enea / ITA / 16
4. ROBERTS Joe / USA / 13
5. GARDNER Remy / AUS / 11
6. NAVARRO Jorge / SPA / 10
7. SCHROTTER Marcel / GER / 9
8. CANET Aron / SPA / 8
9. VIERGE Xavi / SPA / 7
10. LUTHI Thomas / SWI / 6
11. BENDSNEYDER Bo / NED / 5
12. BEZZECCHI Marco / ITA / 4
13. DI GIANNANTONIO Fabio / ITA / 3
14. DIXON Jake / GBR / 2
15. MANZI Stefano / ITA / 1

Team-Klassifikation:
1. RED BULL KTM AJO / 25
2. FLEXBOX HP 40 / 20
3. ITALTRANS RACING TEAM / 16
4. LIQUI MOLY INTACT GP / 15
5. AMERICAN RACING / 13
6. BETA TOOLS SPEED UP / 13
7. ONEXOX TKKR SAG TEAM / 11
8. PETRONAS SPRINTA RACING / 9
9. ASPAR TEAM / 8
10. NTS RW RACING GP / 5
11. SKY RACING TEAM VR46 / 4
12. MV AGUSTA FORWARD RACING / 1

 
Tom Lüthi, P10

Ich bin sicherlich etwas enttäuscht, das ist ganz klar. Die Ausgangslage war im Winter sehr gut, ich fühlte mich bereit für die Saison und dann hat es uns hier in Doha einen Streich gespielt. Wir haben zu lange in die falsche Richtung gearbeitet und mussten dann für den Renntag nochmal komplett umstellen. Im Grunde haben wir noch einmal ganz von vorn anfangen. Das Team hat das auf die Kürze der Zeit auch sehr gut gemacht, aber es war eben alles ein bisschen knapp. Nach dem schwierigen Qualifying gestern war die Startposition nicht gut für das Rennen. Das Ergebnis ist Schadensbegrenzung, ich war nicht so weit weg von der Spitze und ich musste ein völlig neues Motorrad kennenlernen. Das war heute eine Mammut-Aufgabe, die ich zu bewältigen hatte. Ich bin froh um die Punkte, aber ich bin auch froh um die Erfahrung, die wir hier gemacht haben. Es ist absolut entscheidend, dass wir daraus lernen und es verstehen. Es könnte ein Tool sein, was uns in Zukunft sogar einen Vorteil bringt. Wir wollen natürlich weiter nach vorn, aber dafür hat es heute nicht gereicht und das ist enttäuschend. Die Punkte sind jedoch wichtig und die Grundlage ist gut, denn wir haben jetzt einen großen Datenpool, um zu verstehen, wo wir hin müssen und werden versuchen, für die Zukunft daraus zu lernen.

Jürgen Lingg, Teammanager

Marcel ist vier Sekunden hinter dem Sieger ins Ziel gekommen und bei Tom waren es acht. Gemessen an der Startposition sieht man daher, dass die Pace da wäre, um weiter vorn anzukommen. Wenn man von weiter hinten starten muss, steckt man am Anfang einfach immer im Verkehr fest und ehe man sich dann frei gefahren hat, ist die Spitze meist schon weg. Die Moto2 ist so eng, da geht es um Zehntelsekunden, was es schwer macht, Lücken zu schließen. Nach den schwierigen Tests hier und dem unglücklichen Qualifying gestern hatte ich schon erwartet, dass es für beide schwer werden wird, nach vorn zu kommen. Wir müssen damit jetzt zufrieden sein und es abhaken. Wir werden schauen, was wir in Zukunft besser machen können. Letztendlich wissen wir, dass da heute mehr möglich gewesen wäre und wir mehr können. Dies wollen wir in Zukunft auch wieder zum Ausdruck bringen, indem wir in den Trainings wieder weiter vorn stehen. Dann schaut es auch im Rennen schon ganz anders aus.