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Tom fährt in Australien erneut aufs Podium

Platz 3 als Maximum nach schwierigem Einstieg ins Rennwochenende

 

Tom Lüthi raste auf Phillip Island hinter dem KTM-Spitzen-Duo auf sein zweites Podium in Folge und behält damit den zweiten Rang in der Moto2-Weltmeisterschaft. 

Der Sturm vom Samstag hatte sich gelegt, die Regenwolken hatten sich ebenfalls verzogen und einem spannenden Renntag auf dem Phillip Island Circuit stand nichts mehr im Wege.

Im Warm-Up am Sonntagmorgen hatte Tom Lüthi zu einem ähnlich starken Rhythmus wie in Motegi vor einer Woche zurückgefunden und er wusste, dass es auch in Australien ein gutes Rennen werden könnte. Nach einem super Start von Position elf hatte der Schweizer Glück, dass er bei einer Kollision vor ihm in Kurve vier zwischen Iker Lecuona, Luca Marini und Marco Bezzecchi heil davonkam. Danach folgte der Intact GP-Pilot an vierter Stelle hinter Jorge Navarro, den er schließlich Mitte des Rennens überholte und im Anschluss Jagd auf das Spitzen-Duo Brad Binder und Jorge Martin machte. Die Lücke zu Navarro konnte er vergrößern, die beiden führenden KTM-Piloten jedoch waren einfach unschlagbar.

Der dritte Platz in Down-Under bedeutete das zweite Podium in Folge und das sechste der Saison 2019 für Tom Lüthi. Der schnelle Berner verteidigte seinen zweiten Rang in der Moto2-Weltmeisterschaft. Den Abstand zu Alex Marquez minimierte er auf 28 Punkte, nachdem der Spanier heute nicht über Platz 8 hinaus kam. Rennsieger Brad Binder folgt nur noch fünf Punkte hinter dem Schweizer.

Am kommenden Wochenende geht in Sepang (Malaysia) das zweitletzte Saisonrennen über die Bühne.

Rennen:

1. Brad BINDER / RSA / KTM
2. Jorge MARTIN / SPA / KTM
3. Thomas LUTHI / SWI / KALEX
11. Marcel SCHROTTER / GER / KALEX

Weltmeisterschaft-Wertung:
1. MARQUEZ Alex / SPA / 242
2. LUTHI Thomas / SWI / 214
3. BINDER Brad / RSA / 209
4. NAVARRO Jorge / SPA / 199
5. FERNANDEZ Augusto / SPA / 192
6. MARINI Luca / ITA / 176
7. BALDASSARRI Lorenzo / ITA / 162
8. SCHROTTER Marcel / GER / 130
9. DI GIANNANTONIO Fabio / ITA / 101
10. BASTIANINI Enea / ITA / 95
11. MARTIN Jorge / SPA / 83
12. LECUONA Iker / SPA / 80
13. GARDNER Remy / AUS / 74
14. NAGASHIMA Tetsuta / JPN / 70
15. LOWES Sam / GBR / 60

 

Tom Lüthi

P3
Moto2 World Championship 2019 - P2 - 214 Punkte

Ich möchte meinem Team danken, denn sie haben mir das Motorrad wirklich sehr gut eingestellt. Wir haben heute mit dem großen Umbau des Motorrades aufs Warm-Up hin viel riskiert. Es ist schön, dass es funktioniert hat und ich es umsetzen konnte. Ich habe einen sehr guten Rhythmus gefunden und das Gefühl für das Bike war ähnlich gut wie in Motegi. Ich hatte einen guten Start ins Rennen und hatte auch etwas Glück, dass ich dem Sturz vor mir ausweichen konnte. Dann hatte ich einen wirklich guten Rhythmus und konnte den Abstand auf Jorge Navarro zufahren, ihn überholen und mich absetzen. Die beiden Führenden waren aber nicht in Reichweite. Die KTMs waren heute wirklich stark. Da konnte ich nicht rankommen. Wir haben das Maximum herausgeholt und diese Punkte sind sehr wichtig für uns. Es sind noch zwei Rennen und die Meisterschaft ist noch offen. Ich will in Malaysia wieder ums Podium kämpfen. Alles ist noch möglich.

Jürgen Lingg

Teammanager

Das war ein starkes Rennen von Tom. Am Freitag und Samstag war es noch schwierig, auch mit den Bedingungen, die hier herrschten. Er hatte wieder keine ideale Ausgangsposition. Heute Morgen im Warm-Up hatten wir bessere Streckenbedingungen und wir haben noch ein bisschen was probiert, was sich recht positiv ausgewirkt hatte. Dadurch war er einfach gut drauf und hat das Maximum gegeben. Mehr war nicht drin. Er ist ein starkes, fehlerfreies Rennen gefahren. Das hat mir sehr gut gefallen. Wenn er so weiter macht, dann kann es weiter aufs Podium gehen. Es sind zwar nur noch zwei Rennen, aber alles ist noch möglich. Im Prinzip brauchen wir auf die Meisterschaft nicht schauen, denn das haben wir nicht in der Hand. Wir müssen schauen, dass wir die bestmöglichen Rennen fahren.
Auch Marcel ist heute ein super Rennen gefahren. Er hatte einen starken Rhythmus und ist schnelle Zeiten gefahren. Es war heute ein Riesen Schritt im Vergleich zum ganzen Wochenende. Wenn er so weiter macht, dann kann er auch bald wieder in den Top-fünf landen.