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Tom fährt in Motegi zu seinem 50. Moto2-Podestplatz

Verdienter Lohn nach einem packenden Rennen

Tom Lüthi ist zurück im Titel-Kampf, nachdem der Dynavolt Intact GP-Pilot  im Japan Grand Prix nur knapp den Sieg verpasste und als Zweitplatzierter ins Ziel raste. Auch Marcel Schrötter war zurück im Spiel der Top-Jungs und sicherte am Ende eines harten Rennens den neunten Platz.


Bereits im Warm-Up am Sonntagmorgen auf dem Twin Ring Motegi zeichnete sich mit dem ersten Platz klar ab, dass Tom Lüthi einer der Favoriten für den Pokal des Großen Preises von Japan sein würde.

Zu Beginn der 22 Runden wurde der Schweizer dann in teilweise sehr aggressive Zweikämpfe verwickelt, unter anderem mit WM-Leader und nun wieder Hauptkonkurrent Alex Marquez. Dadurch hatte er viel Zeit verloren und konnte seinen Hinterreifen für den zweiten Teil des Rennens kaum schonen. Als er den Spanier endlich hinter sich ließ, war der Intact GP-Pilot deutlich Schnellster auf der Strecke. Es gelang ihm, an Luca Marini vorbeizugehen und an der Spitze eine kleine Lücke herauszufahren. Doch nie konnte er den Italiener gänzlich abhängen. Zwei Runden vor Schluss schließlich zog der Sky Racing-Pilot wieder vorbei und trotz aller Versuche, den Sieg doch noch zu holen, musste sich Tom Lüthi mit dem zweiten Platz zufrieden geben. Dennoch war er natürlich glücklich, endlich seit Barcelona wieder auf das Podest zu steigen und sein 50. Podium in der Moto2-Klasse zu feiern.

Bevor es nächste Woche in Australien weitergeht, sind die WM-Titel-Chancen erneut näher gerückt. Tom Lüthi besetzt nun drei Rennen vor Saison-Ende den zweiten Rang, 36 Punkte hinter Alex Marquez.

Rennen:

1. Luca MARINI / ITA / KALEX
2. Thomas LUTHI / SWI / KALEX
3. Jorge MARTIN / SPA / KTM
9. Marcel SCHROTTER / GER / KALEX

WUP:
1. Thomas LUTHI / SWI / KALEX - 1'50.996
2. Luca MARINI / ITA / KALEX - 1'51.111 (+0.115)
3. Nicolo BULEGA / ITA / KALEX - 1'51.166 (+0.170)
15. Marcel SCHROTTER / GER / KALEX - 1'51.721 (+0.725)

Weltmeisterschaft-Wertung:
1. MARQUEZ Alex / SPA / 234
2. LUTHI Thomas / SWI / 198
3. FERNANDEZ Augusto / SPA / 192
4. NAVARRO Jorge / SPA / 186
5. BINDER Brad / RSA / 184
6. MARINI Luca / ITA / 176
7. BALDASSARRI Lorenzo / ITA / 151
8. SCHROTTER Marcel / GER / 125
9. DI GIANNANTONIO Fabio / ITA / 99
10. BASTIANINI Enea / ITA / 95
11. LECUONA Iker / SPA / 71
12. GARDNER Remy / AUS / 64
13. NAGASHIMA Tetsuta / JPN / 64
14. MARTIN Jorge / SPA / 63
15. LOWES Sam / GBR / 60

Team-Klassifikation:
1. FLEXBOX HP 40 / 356
2. DYNAVOLT INTACT GP / 323
3. EG 0,0 MARC VDS / 293
4. BETA TOOLS SPEED UP / 285
5. RED BULL KTM AJO / 247
6. SKY RACING TEAM VR46 / 216
7. ITALTRANS RACING TEAM / 141
8. ONEXOX TKKR SAG TEAM / 128
9. MONDAY.COM AMERICAN RACING / 75
10. FEDERAL OIL GRESINI MOTO2 / 60
11. MV AGUSTA TEMPORARY FORWARD / 33
12. IDEMITSU HONDA TEAM ASIA / 23
13. TASCA RACING SCUDERIA MOTO2 / 19
14. RED BULL KTM TECH 3 / 17
15. NTS RW RACING GP / 9
16. PETRONAS SPRINTA RACING / 8
17. GAVIOTA ANGEL NIETO TEAM / 4
18. KIEFER RACING / 3

Tom Lüthi

P2
Moto2 World Championship 2019 - P2 - 198 Punkte

Ich habe mich heute sehr wohl gefühlt, besonders nach dem Warm-Up. Ich hatte bereits im heute Morgen einen wirklich guten Rhythmus finden können und ich wusste, dass ich den mit ins Rennen nehmen kann. Wir haben mit dem Setup noch einmal einen wichtigen Schritt gemacht. Zu Beginn des Rennens war ich mir dann nicht mehr sicher. Es war nicht einfach und besonders Alex (Marquez) hat seine Position sehr hart verteidigt und wollte um jeden Preis gewinnen. Doch am Ende habe ich meinen Rhythmus wieder finden können und hab dann alles gegeben. Ich hatte eine richtig gute Pace und habe einfach versucht, das durchzuziehen. Körperlich war ich auch super fit, aber mental war es ein bisschen anstrengend. Als ich dann vorn war, hab ich ganz schön unter Druck gestanden. Ich habe versucht, verschiedene Taktiken durchzudenken. Soll ich versuchen zu pushen und weg zu fahren, oder soll ich Speed raus nehmen und versuchen die Position zu halten? Ich habe mich dann für das Pushen entschieden, weil ich Überschuss hatte gegenüber den anderen. Ich habe (Luca) Marini überraschen können und bin an ihm vorbeigegangen. Am Ende hatte er aber noch eine Reserve, die ich mit dem Hinterreifen schon verbrannt hatte, und ist wieder an mir vorbei. Es sind noch immer drei Rennen, alles kann noch passieren. Ich hoffe, dass ich den guten Rhythmus jetzt mitnehmen kann. Es war nicht einfach und mein Team und ich hatten ein paar Schwierigkeiten in den letzten Rennen. Heute konnte ich endlich wieder mit den Topfahrern mithalten. Ich danke meinem Team für die harte Arbeit und dass ich endlich wieder auf dem Podium stehen kann.

 

Jürgen Lingg

Teammanager

Endlich sind wir wieder konkurrenzfähig. Wir hatten eine schwierige Zeit. Es scheint aber, dass wir wieder die richtige Richtung eingeschlagen haben. Das haben wir in Thailand schon gemerkt, auch wenn man das dort noch nicht am Ergebnis sehen konnte. Jetzt müssen wir schauen, dass wir konzentriert so weitermachen. Ich bin ziemlich erleichtert und glücklich und freue mich für unsere Fahrer und das ganze Team. Wenn man gesehen hat, mit wie viel Ehrgeiz und Passion die Jungs gearbeitet haben, dann ist das die richtige Belohnung. Bei Tom hat sich heute Morgen im Warm-Up schon abgezeichnet, dass es gut wird, weil er wirklich einen guten Rhythmus hatte. Leider ist er am Start ein bisschen hängen geblieben und Marquez hat ziemlich dagegen gehalten. Das hat Tom viel Energie und vor allem auch viel Hinterreifen gekostet, bis er dann endlich mal vorbei war und sich vorkämpfen konnte. Tom hat eine super starke Leistung dargeboten und er ist sehr clever gefahren. Auch von Marcel bin ich positiv überrascht, denn er war zwar am Freitag im Trockenen ganz gut, aber es hat immer ein bisschen was gefehlt. Heute ging es ihm ähnlich wie Tom, er war schneller als seine Gruppe und wurde viel aufgehalten. Das hat ihn auch Zeit und Kraft gekostet. Wenn ihm die beiden Fehler nicht passiert wären, dann hätte auch er noch viel weiter vorn landen können.