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Harter Kampf für Platz 6

Tom muss Spitzengruppe wegen nachlassender Reifen in der Endphase ziehen lassen

Mit zehn Punkten in der Tasche verlässt Tom Lüthi das MotorLand Aragon, nachdem er mit nachlassenden Reifen alles probierte, um den Anschluss zur Spitzengruppe nicht zu verlieren. 

Gleich nach dem Start hatte Tom Lüthi Glück, dass der direkt vor ihm stürzende Augusto Fernandez nicht in die Quere kam. Danach machte er sich in einer Vierergruppe mit Jorge Navarro, Alex Marquez und Luca Marini auf Jagd nach Brad Binder, der an der Spitze einen immer größer werdenden Vorsprung herausfuhr.

Zu Beginn konnte Tom Lüthi den Speed sehr gut mitgehen. Dass das Grip-Niveau am Hinterreifen in Aragon jedoch problematisch werden könnte, wussten er und sein Team bereits vor dem Rennen. So kam es dann auch. Ab Runde sieben wurde es zunehmend schwerer für den Schweizer, den Anschluss zu halten. Er gab alles und fuhr am Limit, doch seine Gegner entfernten sich immer mehr. Nachdem schließlich auch Sam Lowes am Intact GP-Piloten vorbeiging, überquerte er die Ziellinie an sechster Stelle.

Als WM-Vierter wird Tom Lüthi nun in zwei Wochen nach Buriram / Thailand reisen und vom 4. bis 6. Oktober versuchen, sein Ziel, zur Spitze aufzuschließen, weiterverfolgen.


Rennen:
1. Brad BINDER / RSA / KTM
2. Jorge NAVARRO / SPA / SPEED UP
3. Alex MARQUEZ / SPA / KALEX
6. Thomas LUTHI / SWI / KALEX
20. Jesko RAFFIN / SWI / KALEX

Weltmeisterschaft-Wertung:
1. MARQUEZ Alex / SPA / 213
2. NAVARRO Jorge / SPA / 175
3. FERNANDEZ Augusto / SPA / 171
4. LUTHI Thomas / SWI / 169
5. BINDER Brad / RSA / 160
6. BALDASSARRI Lorenzo / ITA / 138
7. MARINI Luca / ITA / 126
8. SCHROTTER Marcel / GER / 116
9. DI GIANNANTONIO Fabio / ITA / 94
10. BASTIANINI Enea / ITA / 81
11. NAGASHIMA Tetsuta / JPN / 63
12. GARDNER Remy / AUS / 60
13. LOWES Sam / GBR / 60
14. VIERGE Xavi / SPA / 59
15. LECUONA Iker / SPA / 55

Team-Klassifikation:
1. FLEXBOX HP 40 / 322
2. DYNAVOLT INTACT GP / 285
3. EG 0,0 MARC VDS / 272
4. HDR HEIDRUN SPEED UP / 269
5. RED BULL KTM AJO / 197
6. SKY RACING TEAM VR46 / 158
7. ONEXOX TKKR SAG TEAM / 123
8. ITALTRANS RACING TEAM / 123
9. FEDERAL OIL GRESINI MOTO2 / 60
10. AMERICAN RACING KTM / 59
11. MV AGUSTA TEMPORARY FORWARD / 25
12. TASCA RACING SCUDERIA MOTO2 / 19
13. IDEMITSU HONDA TEAM ASIA / 13
14. RED BULL KTM TECH 3 / 11
15. NTS RW RACING GP / 9
16. PETRONAS SPRINTA RACING / 8
17. GAVIOTA ANGEL NIETO TEAM / 4
18. KIEFER RACING / 3
 

Tom Lüthi

P6
Moto2 World Championship 2019 - P4 - 169 Punkte

Im Rennen haben die neuen Reifen zu Beginn sehr gut funktioniert und auch als (Augusto) Fernandez gestürzt ist, konnte ich die Lücke zu (Alex) Marquez wieder schließen. Zu dem Zeitpunkt war ich wirklich noch stark, aber sobald die Reifen nachließen, hatte ich den Anderen gegenüber einen erheblichen Nachteil. Ich konnte zwar so halbwegs dran bleiben, aber ich war absolut am Limit. Ich hatte wirklich nichts mehr entgegenzusetzen. Als die Jungs vor mir dann gegeneinander kämpften, habe ich wieder Blut gerochen, aber das hielt nicht lange und dann waren sie auch schon wieder weg. Ich war chancenlos. Dann kam noch Lowes an mir vorbei und auch ihm konnte ich nicht folgen. Ich habe wirklich alles gegeben und versucht, leider schlichen sich dann kleine Fehler ein. Aber Fakt ist, dass der Einbruch durch den Gripverlust enorm war. Wir müssen jetzt zusammen weiter hart arbeiten, denn wir verfolgen weiterhin alle das gleiche Ziel - zurück an die Spitze zu kommen.


 

Jürgen Lingg

Teammanager

Schon gestern im Qualifying wussten wir, dass es schwer sein wird, den fünften Startplatz von Tom im Rennen zu bestätigen, weil seine Reifen einfach unheimlich schnell abgebaut haben. Leider haben wir das Problem für heute nicht beheben können. Man hat gesehen, dass er mit vollem Einsatz versucht hat, dran zu bleiben, aber gegen Mitte des Rennens ging es dann einfach nicht mehr. Wir müssen jetzt schauen, wie wir das besser in den Griff bekommen, denn nur so können wir vor allem im Rennen konstanter fahren. Ich denke, wenn wir da schon einen kleinen Schritt in die richtige Richtung machen, können wir die paar Zehntel, die uns jetzt fehlen, noch herausholen. Wir werden das gut analysieren. Alles in allem hat er mit P6 einen guten Job gemacht, aber wir wissen eben, dass er das Potenzial zu mehr hat.