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Tom fährt in Silverstone auf Platz 8

Rückstand im WM-Gesamtklassement reduziert

 

Tom Lüthi verlässt Grossbritannien mit gemischten Gefühlen. An einem der schwierigsten Wochenenden der Saison fährt der Dynavolt Intact GP-Pilot auf Platz 8.

Es schien, als wären die unzähligen Besucher, die vergangenes Jahr auf dem Silverstone Circuit im strömenden Regen ausharrten und letztendlich ohne Renn-Spektakel nach Hause fahren mussten, in diesem Jahr mit sommerlichem Wetter und packenden Kämpfen entschädigt worden.

Für das Dynavolt Intact GP-Team war der Ausgang des Wochenendes mit einem Top-Ten-Ergebnis von Tom Lüthi und dem 14. Platz von Marcel Schrötter Schadensbegrenzung nach eher mühsamen drei Tagen auf der britischen Insel.

Tom Lüthi hatte trotz ungünstiger Ausgangsposition vom 12. Startplatz kein schlechtes Rennen auf dem langen 5,9-Kilometer-Kurs. Er brauchte zu Beginn relativ lange um nach vorne zu kommen und kämpfte am Schluss in der Gruppe um Platz sechs, musste seinen Konkurrenten Fabio Di Giannantonio und Lorenzo Baldassarri letztlich dabei allerdings den Vortritt lassen und sich mit dem achten Platz abfinden. 

In der WM-Wertung zählt der Schweizer nunmehr 146 Punkte und liegt damit auf dritten Rang, punktgleich mit dem heutigen Rennsieger Augusto Fernandez und mit Jorge Navarro. Der Abstand zu Alex Marquez wurde nach dessen Sturz im British GP etwas kleiner und beträgt derzeit 35 Zähler.

Jetzt heisst es erst einmal, kurz durchatmen, nach vorne schauen und dann in drei Wochen vom 13. bis 15. September beim San Marino Grand Prix in Misano erneut angreifen!

Rennen:
1. Augusto FERNANDEZ / SPA / KALEX
2. Jorge NAVARRO / SPA / SPEED UP
3. Brad BINDER / RSA / KTM
8. Thomas LUTHI / SWI / KALEX
14. Marcel SCHROTTER / GER / KALEX


Weltmeisterschaft-Wertung:
1. MARQUEZ Alex / SPA / 181
2. FERNANDEZ Augusto / SPA / 146
3. LUTHI Thomas / SWI / 146
4. NAVARRO Jorge / SPA / 146
5. BINDER Brad / RSA / 125
6. BALDASSARRI Lorenzo / ITA / 124
7. SCHROTTER Marcel / GER / 116
8. MARINI Luca / ITA / 108
9. BASTIANINI Enea / ITA / 74
10. DI GIANNANTONIO Fabio / ITA / 69
11. NAGASHIMA Tetsuta / JPN / 63
12. GARDNER Remy / AUS / 57
13. LECUONA Iker / SPA / 46
14. VIERGE Xavi / SPA / 45
15. LOCATELLI Andrea / ITA / 9

Team-Klassifikation:
1. FLEXBOX HP 40 283
2. DYNAVOLT INTACT GP / 262
3. EG 0,0 MARC VDS / 226
4. CAMPETELLA SPEED UP / 215
5. RED BULL KTM AJO / 151
6. SKY RACING TEAM VR46 / 136
7. ONEXOX TKKR SAG TEAM / 120
8. ITALTRANS RACING TEAM / 113
9. AMERICAN RACING KTM / 50
10. FEDERAL OIL GRESINI MOTO2 / 38
11. MV AGUSTA TEMPORARY FORWARD / 22
12. TASCA RACING SCUDERIA MOTO2 / 19
13. IDEMITSU HONDA TEAM ASIA / 11
14. RED BULL KTM TECH 3 / 10
15. NTS RW RACING GP / 9
16. PETRONAS SPRINTA RACING / 8
17. SAMA QATAR ANGEL NIETO TEAM / 4
18. KIEFER RACING / 3

 

Tom Lüthi

P8
Moto2 World Championship 2019 - P3 - 146 Punkte

Der zwölfte Startplatz war keine gute Ausgangsposition, auch wenn ich gut weggekommen bin und einen guten Speed hatte. Das Gemenge am Anfang macht es aber schwer, zu überholen, obwohl ich einige Manöver gestartet habe. Mit harten Bremsattacken bin ich an einigen Fahrern vorbeigekommen, aber dann konnte ich die Lücke zu Di Giannantonio nicht schliessen. Ich habe echt gekämpft, aber er hat eben auch nachgelegt. Es war wirklich zäh und ich war schon voll am Limit. Dann kam Baldassarri und schloss die Lücke, aber ich hatte nicht genügend Reserven, um nochmals angreifen zu können. Ich konnte auf der Bremse nicht reinhalten und bekam leichtes Chattering. Ich war zwar in der Lage, den beiden zu folgen, aber eben kein Manöver mehr zu starten. Das war Schade, aber wir haben auch viel gelernt und verstanden. Ich bin überzeugt, dass uns dieses Wochenende dennoch weiter bringt. Mein Team hat wirklich das ganze Wochenende hart gearbeitet und das ist es, was zählt. Die Motivation war ungebrochen und wir blicken auch gar nicht so extrem auf den WM-Stand, weil da noch viel passieren kann, wie man heute bei Alex Marquez gesehen hat. Wichtig ist, dass wir wieder aus eigener Kraft um Siege mitkämpfen können. Ich bin mir aber sicher, dass uns heute im Rennen ein entscheidender Schritt gelungen ist und wir das in Misano weiterführen können. Es sind letztlich Kleinigkeiten, aber diese sind bei einem so engen Fahrerfeld entscheidend.

 

Jürgen Lingg

Teammanager

Das ganze Wochenende war schwierig für uns. Wir haben alle zusammen einfach nicht den Weg nach vorn gefunden. Von den Startpositionen her konnten wir auch keine Wunder erwarten. Tom hat mit dem achten Platz Schadensbegrenzung betrieben. Schade, dass er sich in seiner Gruppe letztendlich nicht durchsetzen konnte. Der sechste Platz wäre drin gewesen. Wir müssen jetzt alle an einem Strang ziehen und analysieren, was wir verbessern können. Ich bin der Meinung, dass er nur Kleinigkeiten sind, aber diese Details machen es in der Moto2 aus. Trotz allem, finde ich, war es ein gutes Rennen von Tom.
Bei Marcel hatte ich ehrlich gesagt mehr erwartet. Es ist schade, denn im letzten Teil des Rennens konnte er schnellere Rundenzeiten fahren und diese hätten für eine Platzierung weiter vorn gereicht. Er muss auf jeden Fall an seinem Rhythmus arbeiten. Und wir müssen schauen, wie was wir für ihn ändern können, damit er den Anschluss zur Spitze wiederfindet. Wir werden jetzt alles akribisch analysieren, um in Misano besser dazustehen. Wir sind nicht so weit weg, wie es momentan ausschaut.