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Platz 4 in Jerez

Tom rückt auf den 2. WM-Platz vor


Nach einem bewölkten Sonntagvormittag, konnten sich die Motorrad-Fans, die in Scharen zum Circuito de Jerez-Angel Nieto angereist kamen, über eine heisse andalusische Sonne und nervenzerreissende Renn-Action freuen.

Es war ein turbulenter Start für die Moto2-Klasse. Kurz nachdem das Feld durch die erste Kurve gerast war, wurde das Rennen aufgrund einer Massenkarambolage abgebrochen. Das vierte Saisonrennen wurde daraufhin als verkürztes 15-Runden-Rennen neu-gestartet.

Tom beendete das Warm-Up mit der zweitschnellsten Zeit und nahm später mit einem guten Gefühl auf Startplatz acht für den Gran Premio de España Aufstellung. Der Schweizer legte zwei Raketen-Starts hin und hängte sich von Anfang an an die Fersen des Spitzen-Duos mit Lorenzo Baldassarri und Augusto Fernandez. Erst in Runde acht musste er Pole-Setter Jorge Navarro den Vortritt lassen. Fürs Podium reichte es daher dieses Mal nicht ganz, aber dank des vierten Platzes und den gewonnenen 13 Punkten zog er in der WM auf den zweiten Rang vor. 17 Punkte trennen ihn nun von Jerez-Sieger Baldassarri.

Das Team bleibt für Tests gleich in Spanien. Das nächste Rennen steigt dann am übernächsten Wochenende in Le Mans, wo Tom in seiner Karriere schon vier Mal gewinnen konnte. 


Rennen:
1. Lorenzo BALDASSARRI / ITA / KALEX
2. Jorge NAVARRO / SPA / SPEED UP
3. Augusto FERNANDEZ / SPA / KALEX
4. Tom LUTHI / SWI / KALEX 
15. Marcel SCHROTTER / GER / KALEX


Weltmeisterschaftswertung:
1. BALDASSARRI Lorenzo / ITA / 75
2. LUTHI Tom / SWI / 58
3. SCHROTTER Marcel / GER / 48
4. NAVARRO Jorge / SPA / 44
5. GARDNER Remy / AUS / 38
6. MARQUEZ Alex / SPA / 36
7. MARINI Luca / ITA / 35
8. FERNANDEZ Augusto / SPA / 27
9. BASTIANINI Enea / ITA / 26
10. BINDER Brad / RSA / 25
11. LECUONA Iker / SPA / 19
12. LOWES Sam / GBR / 19
13. NAGASHIMA Tetsuta / JPN / 17
14. VIERGE Xavi / SPA / 16
15. LOCATELLI Andrea / ITA / 16

Team-Klassifikation:
1. FLEXBOX HP 40 / 115
2. DYNAVOLT INTACT GP / 106
3. ONEXOX TKKR SAG TEAM / 55
4. HDR HEIDRUN SPEED UP / 53
5. EG 0,0 MARC VDS / 52
6. SKY RACING TEAM VR46 / 42
7. ITALTRANS RACING TEAM / 42
8. RED BULL KTM AJO / 27
9. AMERICAN RACING KTM / 19
10. FEDERAL OIL GRESINI MOTO / 19
11. TASCA RACING SCUDERIA M / 8
12. NTS RW RACING GP / 8
13. IDEMITSU HONDA TEAM ASIA / 6
14. MV AGUSTA IDEALAVORO FO / 5
15. PETRONAS SPRINTA RACING / 3
 

Tom Lüthi

P4
P2 - Moto2 World Championship 2019 - 58 Punkte

Ich bin sehr froh über die 13 Punkte, die ich mir heute sichern konnte. Wir haben wirklich eine gute Arbeit gemacht über das Wochenende. Es war nicht ganz so einfach. Der Abstand war zwar immer eng, aber wir waren trotzdem nicht ganz da, wo wir sein wollten. Ich habe mich heute mit zwei sehr guten Starts in eine gute Ausgangslage katapultiert. Zum Schluss hat es heute nicht ganz gepasst. Ich hatte Probleme mit dem Vorderrad und war nicht ganz in der Lage, anzugreifen. Dieser vierte Platz ist verdammt wichtig für die Meisterschaft. Dadurch, dass ich den Vorderreifen heute nicht so nutzen konnte, musste ich ziemlich aggressiv aufziehen und habe damit viel Hinterreifen verbraucht. Ich dachte mir schon, dass es dann zum Schluss nicht ganz reichen könnte und so ist es auch gekommen. Ich stand viel quer und hatte viel Spinning und musste irgendwie den vierten Platz nach Hause bringen. Und das habe ich geschafft.

 

Jürgen Lingg

Teammanager

Wir haben schon vorher gewusst, dass es in Jerez nicht einfach werden würde. Bereits während der vielen Tests hier im Winter waren wir nicht unbedingt überragend. Dann kam noch das große Fragezeichen mit den neuen Reifenkonfigurationen dazu. Wir wussten noch nicht so richtig, was auf uns zukommt. Damit haben wir auch ein bisschen zu lange gebraucht. Letztendlich war dann aber für Sonntag alles okay, speziell bei Tom. Der hat heute einen super Job gemacht. Er hat das Maximum aus sich herausgeholt. Genauso muss man das machen, wenn es mal an einem Wochenende nicht so gut läuft. Da ist es wichtig, so viele Punkte wie möglich mitnehmen. Daher bin ich mit Tom's Rennen voll zufrieden. Bei Marcel war es heute wirklich schade. Wir haben gewusst, dass es nicht einfach werden würde, aber wir hatten uns mehr erwartet. Doch dann musste er weit gehen bei einer Attacke von Binder und hat viele Positionen verloren. Vielleicht spielte auch seine Fußverletzung eine Rolle, warum er nicht auf seinen Speed kam. Jetzt müssen wir genau analysieren, was alles schief gelaufen ist. Wir fahren anschließend zum Testen nach Aragon und werden versuchen, wieder eine ähnlich gute Balance zu finden wie wir sie vor Jerez hatten.